Chiropraktik - Pilotstudie belegt tiefere Kosten und höchste Patientenzufriedenheit

 

Schweizer Chiropraktorinnen und Chiropraktoren behandeln Patienten mit Rücken-, Schulter- oder Hüftschmerzen kostengünstiger und mit höchster Patientenzufriedenheit. Dies belegt eine Pilotstudie. Während der Beobachtungszeit verursachten Patienten, die mit ihren Beschwerden zuerst den Chiropraktor aufsuchten, rund vierhundert Franken weniger Kosten.

Knapp 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung klagt regelmässig über Rückenschmerzen. Schmerzen des Bewegungsapparates verursachen jährlich geschätzte Kosten von 14 Milliarden Franken. Mit der demografischen Entwicklung steigt zudem die Zahl von chronischen Patienten.

 

Entlastung Hausärzte - Stärkung integrierte Versorgung

Patienten mit Rücken-, Schulter- und Hüftschmerzen verursachten knapp 400 Franken tiefere Kosten und bekundeten grosse Zufriedenheit mit der Behandlung, wenn sie zuerst einen Chiropraktor und nicht den Hausarzt aufsuchten. Damit können einerseits Hausärzte entlastet werden, andererseits wird dadurch die angestrebte, integrierte Versorgung gestärkt. Patientinnen und Patienten sollen dort behandelt werden, wo die Behandlung effizient ist. Dies kann nur im Interesse der Patienten und des gesamten Gesundheitssystems sein. Die Pilotstudie zeigt die Stossrichtung für eine effiziente Grundversorgung bei Problemen des Bewegungsapparates auf.

 

Die Pilotstudie wurde von Februar 2011 bis Februar 2013 im Auftrag von ChiroSuisse in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Telemedizinanbieter und einem Schweizer Krankenversicherer durchgeführt. Die rückwirkende Beobachtungszeit pro Patient dauerte jeweils vier Monate. Die Studie wurde 2015 im renommierten amerikanischen Journal of Manipulative and Physiological Therapeutics (JMPT) veröffentlicht.


zurück zur Startseite