Geschichte

Die Geschichte der neuzeitlichen Chiropraktik begann vor über 100 Jahren, als Daniel David Palmer, (1845–1913) und später sein Sohn Bartlett Joshua Palmer (1882-1961) ihre chiropraktische Theorie der Krankheitsentstehung postulierten, indem sie die Funktion des Nervensystems mit Funktion der Wirbelsäule in Zusammenhang brachten: Die Funktion der Wirbelsäule bestimmt die Funktion des Nervensystems, und die wiederum bestimmt das Funktionieren des Körpers.

Vater und Sohn Palmer ist es zu verdanken, dass die Chiropraktik als Massnahme zur Behebung von Funktionsstörungen des Wirbelsäulengefüges systematisiert und zu einer wirksamen Therapie zahlreicher gesundheitlicher Beschwerden und krankhafter Vorgänge entwickelt wurde. Ende des 19. Jahrhundert gründeten sie das erste Lehrinstitut für Chiropraktik, «The Palmer College of Chiropractic» in Davenport, Iowa, USA.

 

Chiropraktik in der Schweiz
Ende der zwanziger Jahre kehrten die ersten Schweizer Chiropraktoren von ihrer Ausbildung aus den USA in die Schweiz zurück und erzielten Behandlungserfolge bei zahlreichen Patienten, die mit herkömmlichen Methoden zuvor erfolglos behandelt worden waren. Am 22. Januar 1939 entschied sich die Zürcher Stimmbürgerschaft nach leidenschaftlich geführten Abstimmungskampf, die Chiropraktoren zur Krankenbehandlung zuzulassen. Der Entscheid des Zürcher Volks war eine Kundgebung des Vertrauens in die fachliche Kompetenz der Chiropraktoren und in den therapeutischen Wert ihres Verfahrens. Er hatte wegweisenden Charakter für die Zulassung der Chiropraktoren in der ganzen Schweiz.

Am 5. Juli 1962 reichte die Patientenorganisation Pro Chiropraktik eine Petition mit 394 390 Unterschriften ein. Es wurde verlangt, dass anlässlich des Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes KUVG die Chiropraktik Pflichtleistung der Krankenkassen werde.

Heute ziehen Patienten Nutzen aus einer wissenschaftlich fundierten Chiropraktik und einer immer erfolgreicheren Zusammenarbeit mit den anderen medizinischen Disziplinen: Die Chiropraktik ist eine Alternative oder eine Ergänzung zu den medikamentösen und chirurgischen Behandlungen zahlreicher Krankheiten und Beschwerden des Bewegungsapparates.

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